Meine Top 10 kostenlose Highlights Tour durch San Francisco

SF Top 10 Header Kopie

San Francisco gilt als einer der beliebtesten Städte, die wir Deutschen jährlich besuchen. Leider gilt sie aber auch als eine der teuersten Städte in den USA – nicht nur bei Einwohnern, auch bei Touristen.
Was die Stadt jedoch zum Vorteil hat ist, dass sich so ziemlich alles in der Bay Area – dem nördlichen Teil von San Francisco abspielt. Und diese ist ziemlich gut begehbar bzw. mit dem Fahrrad erkundbar.
Und weil das so ist, habe ich mir die 10 besten und beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten innerhalb der Bay Area für dich heraus gesucht, die du locker zu Fuß oder auch mit dem Fahrrad besichtigen kannst. Los geht’s, mit meiner kleinen Top 10 Tour durch San Francisco.

Um ein Fahrrad in San Francisco auszuleihen, empfehle ich dir die App Ford GoBike, mit der du ganz einfach ein Bike ausleihen kannst. Der ein oder andere kennt sicher dieses Konzept. Für die die es nicht kennen:

  • du lädst die App des Anbieters auf deinem Smart – oder iPhone herunter
  • registrierst dich mit deiner Telefonnummer
  • suchst dir über die App ein Bike an dem Ort von wo aus du starten möchtest
  • gibst an für wie lange du das Bike ausleihen möchtest
  • zahlst mit der Zahlungsart deiner Wahl
  • und schon kann es losgehen.

GoBike bietet in San Francisco einen 24 Stunden Tagespass für gerade mal 10 Dollar / Tag an.

1. Twin Peaks – ein Blick über die Bay

Es geht los!
Unsere Tour beginnt im Süden der Bay Area und wir verschaffen uns zunächst mal einen Überblick auf das, was noch auf uns zukommt. 🙂
Den wohl höchsten und spektakulärsten Blick über die gesamte San Francisco Bay Area genießt du nämlich von den Twin Peaks aus. Zwei Hügel in der Mitte der Bay Area.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, bin mit meinem Freund beim meinem ersten Besuch tagsüber mit dem Taxi hochgefahren.
Weil uns das so geärgert hat, dass wir so Fußfaul waren, sind wir am nächsten Tag um 5:30 morgens aufgestanden und hier hoch gejoggt. Was tut man nicht alles fürs Ego! 😉

Twin Peaks San Francisco

Hier oben ist es sehr windig und es ziehen nachmittags meist grausige Wolken auf. Dennoch verirrt sich auch hier so mancher Obdachloser und schlägt hier seine Zelte auf. Ich könnte mir angenehmere Plätze als Unterschlupf vorstellen, die windgeschützter sind…
Aber sicher verschlägt einen auch ganz gern die Einsamkeit und die Flucht vor dem Trubel hier hoch.

Plane für den Besuch der Twin Peaks, mit hoch laufen, mindestens 1,5 Stunden ein.

2. Mission District – das Künstlerviertel

Von den Twin Peaks laufen oder radeln wir runter in Richtung Südosten durch die Nachbarschaft The Castro zum Mission District. – dem Künstlerviertels San Franciscos. Der Fußmarsch dauert etwa eine Stunde. Mit dem Bike bist du in etwa 30 Minuten dort.

Ich selbst war bisher nur einmal kurz im Mission District. Ich fand hier vor allem die Fülle an Cafes und Secondhand Läden bemerkenswert.
Den Namen erhielt das Mission Destrict durch eines der ältesten Gebäude der Stadt – der Mission San Francisco de Asís, die sechste Mission der spanischen Missionen in Kalifornien.

Wenn du mehr über das Mission District erfahren möchtest, empfehle ich dir den Beitrag von Susi auf ihrem Blog blackdotswhitespots.com

3. Haight-Ashbury – die Hippie Neighborhood

Nun laufen wir Richtung Nord-Westen geradewegs auf die Nachbarschaft Haight-Ashbury zu. Auch hier musst du mit einem einstündigen Fußmarsch rechnen oder etwa 25 Minuten mit dem Bike.

Das besondere an dieser Nachbarschaft ist, dass hier viele Musiker und Anhänger der 68er Hippie Bewegung Unterschlupf fanden und diese Nachbarschaft damit nachhaltig geprägt haben.
Noch heute ist Haight Anziehungspunkt für eine alternative Kultur.

Du findest hier zahlreiche kleine Cafes und Secondhand-Shops die organische Produkte verkaufen, Schallplattenläden und alles was noch zur guten alten Hippie Zeit gehörte. Hier scheint es, als sei die Zeit ein wenig stehengeblieben – in den 68ern halt.

Im Juni findet hier jährlich das non-profit Musikfestival „Haight-Ashbury Street Fair“ statt. Mit Essen aus unterschiedlichen Kulturen, Musik und jeder menge Aktivitäten.

Haight-Ashbury - Hippie Bewegung 2

Und zu alle dem ist diese Nachbarschaft Heimat einer der berühmtesten Hippie Bands Grateful Dead, die in den 60ern in der 710 Ashbury Street ein Haus im viktorianischen Baustil besaßen.

4. Painted Ladies

Nachdem du Haight-Ashbury hinter dir gelassen hast, läufst du 25 Minuten Richtung Nordosten, ein Stück wieder in Richtig Bay zum Alamo Square. Hier kommst du an den berühmten Painted Ladies vorbei.

Painted Ladies v2

Was macht diese eigentlich so berühmt, habe ich mich immer gefragt.
Nun, wer die Serie Full House kennt, hat diese 6 bis 7 Ladies (oder Sisters, wie sie auch genannte werden) auf jeden Fall schon mal gesehen. Auch in anderen Filmen und Serien erscheinen sie.
Hierbei handelt es sich um Häuser im Viktorianischen Baustil die von ihren Besitzern nach dem zweiten Weltkrieg bunt angemalt wurden, um mal wieder ein wenig Farbe in die dunklen Nachkriegsjahre zu bringen.
Entstanden sind diese Painted Ladies schon ab 1892.
Den Namen bekamen die Häuser in den späten 70er Jahren, durch das Buch „Painted Ladies – San Francisco’s Resplendent Victorians“ der beiden Autoren Elizabeth Pomada und Michael Larsen.

Painted Ladies v3

Es gibt neben diesen 7 Ladies aber auch noch weitere Viktorianische Häuser die genauso bunt angemalt wurden, auch in anderen Städten der USA.
Nur haben diese 7 es eben geschafft so berühmt zu werden. Zudem haben sie das Erdbeben von 1906 überstanden.

5. Chinatown

Weiter geht es Richtung Nord-Osten. Zu Fuß dauert es wieder etwa 55 Minuten, mit dem Rad knapp 20 Minuten.

Du kannst auch mit der Cable Car oder der Muni (einer modernen Tram) nach Downtown fahren, denn das Chinatown befindet sich mitten in der Innenstadt von San Francisco.

Es ist eines der ältesten Chinatown in den USA (gegründet um 1848) und auch das größte ethnische Gebiet außerhalb Chinas.
Es gibt zwei Zugänge. Durch den einen Zugang an der Grant Avenue gehst du durch ein großes chinesisches Drachentor. Dahinter erstreckt sich das 1 Kilometer lange Chinatown.

China Town San Francisco

Ich finde es sehr bemerkenswert, weil wir so etwas von Europa (außer etwa in London) gar nicht so kennen. Man hat echt das Gefühl, man betritt eine andere Welt.
Überall kommen einem exotische Gerüche entgegen und es scheint als leben die Anwohner hier teilweise so wie in China. Sie sprechen kaum englisch, leben mit der Familie zusammenpfercht in kleinen Wohnungen und verdienen weit weniger als der Durchschnitt in San Francisco.
Eigentlich ist dies recht traurig aber in San Francisco scheint alles ein wenig im Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich zu sein.

China Town San Francisco 4

6. Lambard St – Russion Hill

Jetzt wird’s sportlich! Wenn du etwas für die Gesäßmuskulatur tun willst, empfehle ich dir JETZT zu laufen. Richtung Nord West geht’s für 30 Minuten die steilen Straßen San Franciscos rauf und wieder runter (mehr rauf, als runter).
Wir erreichen die steilste Straße von San Francisco: die Lombard Street auf dem Russin Hill. Die Lombard St war einst mit 145 Metern Höhenunterschied die steilste Straße der Stadt. 1922 wurden sie durch ihre acht Kurven entschärft. Denn hier runter oder rauf zu fahren, war kein Zuckerschlecken.
Mir stockt schon der Atem, wenn wir mit dem Uber bspw. die 17th St (Richtung Twin Peaks) hinauffahren und plötzlich mitten auf der Steigung anhalten. Vielleicht geht es mir auch als Europäerin nur so, da wir bei uns ja selten Automatikgetriebe in den Autos haben und so bei steilen Straßen die Handbremse im Anschlag ist. Ich glaube, gäbe es in San Francisco ebenfalls nur manuelles Getriebe, würde es ein Haufen Unfälle zusätzlich geben.

Lombard St San Francisco 2

Wie dem auch sei, ich bin abgeschweift. 😉
Für Fußgänger gibt es eine Treppe neben der Straße. Übrigens, die steilste Straße der Welt findest du in Neuseeland! Nur mal so als Tipp am Rande, wenn du auf steile Straßen stehst. 😉

Auf den Russin Hill fährt auch eine Tram hinauf und wieder runter. Ich bin selbst noch nicht mitgefahren aber ich habe schon oft Leute beobachtet, die einen Heidenspass dabei hatten. 🙂
Von hier oben genießt du zudem eine schöne und kostenlose Aussicht auf Alcatraz.

Lombard St San Francisco 4 Kopie

7. Coit Tower

San Francisco ist die Stadt der Hügel. Hügel besteigen ist nicht nur gut fürs Gesäß, sondern auch für die Kondition!
Auf geht’s daher zum nächsten Hügel – dem Telegraph Hill. Hierfür bist du wieder gut 30 Minuten zu Fuß unterwegs.
Auf dem Telegraph Hill befindet sich der Coit Tower, den man eigentlich gar nicht übersehen kann, da er von überall aus sichtbar ist.

coird tower

Er wurde 1943 zu Ehren von Lillie Hitchcock Coit erbaut, die zur damaligen Zeit sehr viel für die Feuerwehrmännern San Franciscos getan hat.
Heute findet man im Coit Tower Bilder von sämtlichen Künstlern aus der Zeit der 30er / 40 er Jahre. Der Eintritt in den Coit Tower ist nicht kostenfrei. Jedoch hast du von ihr oben einen 360 Grad Blick auf die Stadt.
Weiterhin befinden sich auf dem Telegraph Hill natürliche Papageienschwärme.
Also check it out!

8. Pier 39 und die Seelöwenkolonie

Wir laufen den Telegraph Hill für 20 Minuten runter Richtung Waterfront.
Wenn du hier nach Norden läufst, kommst du an den Piers (Kai) vorbei. Zu guter Letzt am beliebten Pier 39.
Hier findest du wieder einige Shops und auch das San Francisco Aquarium of the Bay, welches nicht kostenfrei ist aber dennoch sehr beeindruckend sein soll.
Was viele aber hier am Pier 39 verpassen, weil die meisten sich eher vorne aufhalten, ist die Seelöwenkolonie.
Die Seelöwen haben nach dem Erdbeben 1989 in San Francisco, das K-Dock am Pier39 für sich erobert und gehen da nun auch nicht mehr weg. Man hört sie natürlich auch schon von weitem. 😀

Seelöwenkolonie - Pier 39

Vom Pier 39 hast du zudem ebenfalls eine wunderbare Sicht auf Alcatraz.

Fishermans Wharf - Alcatraz

9. Fisherman’s Wharf

Wenn du du dich schon mal mit San Francisco befasst hast, dann hast den Namen Fisherman’s Wharf sicher auch schon mal gehört oder gelesen. Das Fisherman’s Wharf liegt am nördlichen Teil der Bay Area – zwischen dem Marina District und dem Pier 39.

Fishermans Wharf

Das Fisherman’s Wharf wurde um 1900 von italienischen Fischern errichtet, heute spielt sich so ziemlich alles touristische hier ab. Es ist schön, niedlich, es gibt viele Shops und Restaurants und es bietet einen fantastischen Blick auf die Bay.
Halte dich auf deiner Reise durch San Francisco aber nicht all zu lang hier auf, sonst entgeht dir einiges.

10. Golden Gate Bridge

Zu guter Letzt kommen wir zur Golden Gate Bridge – dem Highlight unserer Tour!
Die Lombard Street ist übrigens der Zubringer zur Golden Gate Bridge.

Für meinen ersten Besuch zur Golden Gate Bringe, habe ich meine Laufschuhe angezogen und bin hier her gejoggt. Wenn joggen nichts für dich ist, kannst du dir wieder eines der City Räder schnappen und zur Bridge radeln. Zu Fuß ist es doch recht weit – etwa 1,5 Stunden.

Der Park vor der Bridge (nicht der Golden Gate Park) ist sehr schön angelegt und hier tummeln sich tagsüber viele Menschen um Spazieren zu gehen oder zu laufen. Von hier hast du einen ständigen Blick auf die Brücke.
Auch wenn der Weg weit ist, fahre direkt bis zur Golden Gate Bridge, denn direkt vor ihr und auf ihr zu stehen ist ein wahnsinnig tolles Gefühl.
Neben der Bridge findest du auch einige Infos darüber, wie sie konstruiert wurde, um zum Beispiel auch Erdbeben standzuhalten.

Golden Gate Bridge

Eine weitere bemerkenswerte Brücke, die oft „übersehen“ wird, ist die Bay Bridge im Nord Ostern der Bay, die San Francisco mit der Stadt Oakland verbindet. Sie ist zwar weitaus länger, dennoch ist die Golden Gate Bridge, neben der New York City’s Verrazano Narrows Bridge, die zweit längste durchgehende Hängebrücke der USA. Darum ist sie halt so viel mehr famous als die Bay Bridge! 😉

Das war sie, meine Tour durch San Francisco mit den besten kostenlosen Highlights dieser tollen und faszinierenden Stadt.
Zugegeben, für einen Tag ist das etwas viel. Ich hoffe doch aber, dass du mindestens 3 Tage in SF verbringst und dir bspw. auch einen Besuch der Gefängnisinsel Alcatraz nicht entgehen lässt. Ich habe es besucht. Einen Bericht darüber gibt es bald auf diesem Blog!

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