42,2 km durch Wellington Neuseeland – mein erster Marathon

Der Wunsch irgendwann einen Marathon zu laufen, war schon eine Weile da.
Dennoch war der Marathon in Wellington 2016 eine Art “Blitzentscheidung”. Kurz nachdem ich meinen Freund in Wellington kennengelernt hatte und dann eben auch den Entschluss gefasst hatte, noch eine Weile länger in Neuseeland zu bleiben, haben wir uns entschieden den Marathon in Wellington gemeinsam zu laufen. Der Entschluss stand etwa 3 Monate vor dem Marathon fest.

Marathon Wellington - Shelly Bay
In diesem Blogbeitrag möchte ich dir nun berichten, wie es dazu kam, dass ich den Marathon gelaufen bin, wie ich mich darauf vorbereitet hatte und wir der eigentliche Marathon in Wellington so war. Eins vorweg – das ist wohl einer der schönsten Marathon Strecken die es gibt!

Wie es dazu kam

Es gab eine Zeit, in meinen Anfang 20ern, in der ich mir absolut nicht vorstellen konnte, jemals einen Marathon zu laufen. In der Zeit war Joggen auch nur ein Hilfsmittel um überflüssige Pfunde loszuwerden. Mehr zu meinen Lauf Anfängen kannst du hier lesen.



Doch irgendwann, als mir auch das Laufen angefangen hat Spass zu machen, war zumindest der Wunsch da einen Halbmarathon zu laufen. Denn das konnte ich mir von der Distanz her am ehesten zutrauen. Ich bin meist nie über die 10 km hinaus gelaufen.

Im Februar 2016 hat mein Freund mich dann gefragt, ob ich Lust habe mit ihm auf den Marathon in Wellington zu trainieren. Anfangs entschied ich mich noch dafür, nur mit zu trainieren aber nicht selbst zu laufen.
Als er mir, als erfahrener Marathonläufer, dann aber mehr davon erzählte, wie es ist einen Marathon zu laufen und mir auch das Gefühl näher beschrieb, wie es ist, wenn man es geschafft hat, wollte ich den Halbmarathon mitlaufen.
Einige Wochen später, als wir das Training begonnen hatten, hat er zu mir gemeint: Wenn du auf nen Halbmarathon trainierst, kannst du auch gleich auf den vollen Marathon trainieren.

Und so führte eines zum anderen und ich entschied mich dann doch den vollen Marathon zu laufen. Bei der Anmeldung auf der Webseite lief es dann so: Soll ich? Soll ich nicht? Ach was solls! 😀

Das Training war hart aber gut durchdacht.

Vorbereitung auf den Marathon in Wellington

Ich habe bereits erwähnt, dass mein Freund ein erfahrener Marathonläufer ist. Sein letzter Marathon war zu der Zeit auch ein Jahr her und er musste ebenfalls mit dem Training komplett neu starten. Er wusste wie man sich am besten darauf vorbereitet.

Das Allerwichtigste ist wohl, dass man für diese kurze Trainingsvorbereitung auch schon Läufer ist. Wie gesagt, 10 Kilometer waren bei mir locker drin.
Des Weiteren ist auch sehr wichtig, dass man Schritt für Schritt an Distanz zulegt und vor allem locker läuft. Wir haben uns einen Plan gemacht, wie viel Kilometer wir pro Woche zurücklegen und wie viel Kilometer wir pro Woche steigern müssen.
Am Ende des Trainings läuft man keinen Marathon, sondern 10 Kilometer weniger, also 32 Kilometer.

Auf Alkohol haben wir in der letzten Woche komplett verzichtet und es vorher auch nie übertrieben.
Wir haben strickt auf unsere Ernährung geachtet und nichts Ungesundes oder Süßes mehr zu uns genommen.
Vor dem Marathon haben wir uns 2 Tage Pause gegönnt, damit sich die Muskeln noch mal akklimatisieren konnten.

Während des Trainings ist es wichtig, dass man mindestens 1-2 Tage Pause macht und die Kilometer pro Woche gut auf die Tage verteilt. Natürlich steigert man pro Lauf die Anzahl der Kilometer. Aber immer in Maßen.
Ich möchte hier jetzt auch keine genaue Anleitung geben, da es genug Fachliteratur gibt, die die Vorbereitung auf einen Marathon verständlicher und vor allem auch aus sportmedizinischen Aspekten besser erläutern kann.

26. Juni 2016 – es ging los.



Wellington Marathon 2016 – eine der schönsten Laufstrecken die es gibt

Was war ich nervös am Morgen des Marathon! Um etwa 4:30 sind wir aufgestanden.
Wir haben ganz normal Müsli gegessen und Tee getrunken. Und vor allem viel Wasser getrunken.

Um 5:30 kam dann der Bus zum Westpack Stadion – der Start-Station des Wellington Marathons. Unser Race Pack mit Startnummer usw. hatten wir schon 4 Tage zuvor abgeholt.
Wir haben uns im Stadion aufgewärmt und gedehnt und eine halbe Stunde vorher nochmal eine Banane gegessen.

Um 7 Uhr war dann der Startschuss!

Mein Freund hat sich schon bei den Schnellstartern eingereiht, während ich mich bei den 5 Stunden Läufern dazu stellte. Das war mein Ziel: 5 Stunden. Ich wollte nicht schnell sein, ich wollte einfach nur gesund und munter durch Ziel laufen.

Marathon Wellington - Shelly Bay

Los ging es in Richtung Downtown, vorbei am Tepa Museum, entlang der Waterfront in Richtung Wind Needle und Flughafen. Dann über die Shelly Bay und bis vor zur Scorch Bay. Und hier gibt es den berüchtigten Turn. Der eine liebt ihn, der andere hasst ihn.
2 Mal mussten wir einen Teil die gleiche Strecke laufen, weil es aufgrund des Flughafens nicht möglich war, eine andere Strecke zu laufen. Dann ging es wieder zurück in Richtung Stand,  vorbei am Naked Man und zurück ins Westpack Station.

Marathon Wellington - Naked Man

Dennoch, die Strecke ist wunderschön. Du hast dabei immer den Blick aufs Meer, auf Leuchttürme, Buchten und auf die Stadt Wellington von verschiedenen Punkten.
Marathon Wellington - RegenDas Wetter war Neuseeland Typisch. Bei uns würde man sagen Aprilwetter! 😀
Etwa 30 Minuten bevor ich ins Ziel gelaufen bin, hat es angefangen wie aus Eimern zu schütten. Doch ich fand das Wasser auf meiner Haut sehr angenehm. Es hat mich abgekühlt.
Das Einzige was mir zu Schaffen gemacht hatte, war der Wind. Aber darauf haben wir trainiert. Denn die Windy City ist eigentlich nicht Chicago, sondern Wellington in Neuseeland. 😉
Jeder Marathon hat wohl so seine eigenen Herausforderungen. In Wellington ist es eben der Wind.

Mit einer Zeit von 4:50 h bin ich dann am Mittag ins Stadion eingelaufen. Mein Freund war schon lange Zeit vor mir ins Ziel gelaufen und kam für eine kurze Strecke zurück, um mich die letzten Meter zu begleiten.
Die Leute am Straßenrand und im Stadion geben einem durch ihren Jubel und das Anfeuern nochmal den letzten Push. Schmerzen sind egal, hauptsache man läuft ins Ziel. Das Gefühl: unbeschreiblich! Glücklich und zutiefst zufrieden beschreibt es am Besten!

Marathon Wellington - Medal

Der Marathon in Wellington war bisher eines der schönsten Events in meinem Leben – etwas was mir gehört und was mir absolut niemand mehr nehmen kann. 🙂

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