Der richtige Backpack für die Reise – was sollte er leisten

Wenn du als Backpacker unterwegs bist, dann ist dein Rucksack (engl. Backpack) das Wichtigste was du mitführst. Er ist dein mobiles zu Hause, dein Kleiderschrank, dein einziges Hab und Gut in dieser Zeit. Aus diesem Grund ist es ein Muss, dass du einen guten Backpack hast. Die Fragen sind nun: Was ist gut? / Welche Bewertungskriterien gibt es? Was muss ein Backpack können? Wie groß sollte er sein? Usw.

Auf diese und weitere Fragen möchte ich diesem Artikel eingehen.

Anmerkung: Dieser Artikel behandelt die Fragen rund um Rucksäcke die speziell fürs Backpacking (Rucksackreisen) geeignet sind. Hier gehe ich nicht auf Rucksäcke für Tages-, Multi-Day oder Hiking-Touren ein.

1. Wie groß muss ein Backpack Rucksack sein?

Wichtig ist, dass der Rucksack zu dir und deinen Vorhaben passt! Möchtest du gern viel Zelten, dann solltest du Outdoor Equipment denken wie die Isomatte, Schlafsack, vielleicht sogar ein Zelt, Thermo-Klamotten usw. Dein Rucksack sollte also schon ein hohes Volumen haben.
Weißt du jedoch schon im Vornherein, dass du eher in festen Unterkünften schläfst, dann musst du diese Ausrüstung nicht bedenken. Auch ist die Frage wichtig, ob du ein warmes Land oder in ein kaltes Land bereist. Sicher brauchst du bspw. für eine Reise nach Island mehrere dicke Socken und Pullover, als bei einer Reise nach Vietnam.

Sei dir also im Vornherein in etwa klar, was du auf deiner Reise mitnehmen möchtest und wie viel Platz diese Ausrüstungen in deinem Rucksack benötigen. Dann weißt du auch in etwa wie groß dein Rucksack sein sollte.

Welche Größen gibt es denn so?

40 bis 50 Liter: Als Backpacker-Rucksack kommen diese Größen eher für minimalistische Traveller infrage, die mit wenig auskommen.

50 bis 70 Liter: Typische Backpacker Rucksäcke starten ab einer Größe von 50 Litern. Ein Volumen von 70 Litern eignet sich z.B. sehr für Backpacker, die längere Tages-Touren machen wollen und in ihrer Ausrüstung ein Zelt, Isomatte, Schlafsack, Essen, Wasser usw. mitführen.
Mein Rucksack umfasst 60 Liter, die ich auf 70 Liter ausdehnen kann (60+). Das finde ich sehr optimal.
Sei dir aber bewusst, je größer der Rucksack ist, desto mehr packt man ein. Das ist einfach so. Und je weniger du schleppen musst, umso besser für dich!
Daher musst du also für dich entscheiden, ob du viel einpackst oder wirklich nur das Nötigste.

Nun gehen wir mal Schritt für Schritt durch, was so ein guter Rucksack prinzipiell leisten muss.

Weitere Bewertungskriterien für deinen Backpacker Rucksack

Backpack Rucksack Polster und Tragesystem

2. Das Tragegestell – Das Tragesystem eines Rucksack ist in der Regel verstellbar und individuell anpassbar. Um aber herauszufinden, was das richtige Tragesystem für dich ist, solltest du den Rucksack aufsetzen bevor du ihn kaufst. Wichtig ist, dass dein Rücken nicht zu sehr beansprucht wird. Angenehm sind auf jeden Fall Polster am Rücken und an den Hüften (siehe Bild links).

3. Material – Das Material sollte mindestens wasserabweisend sein. Die Farbe spielt weniger eine Rolle. Jedoch bevorzuge ich eher dunkle Materialien, da man hier weniger den Dreck und Staub sieht. Einen Rucksack wäscht man eben auch nicht nach jedem Tragen.

4. Regendichtigkeit – Das geht eigentlich mit dem Material einher. Hier sei aber noch gesagt, dass viele Backpacks mit einer Regenschutz Hülle ausgestattet sind. Diese lässt sich im Rucksack verstauen und sobald es regnet kann man sie ganz schnell über den Rucksack stülpen.

5. Reißverschlüsse und Nähte – Nähte und Reißverschlüssen sollten auf jeden Fall hochwertig verarbeitet sein und ein gutes Material aufweisen. Sie sollten belastbar sein. Auch sollten die Reißverschüsse verschließbar sein und mit einem kleinen Schloss verbunden werden können.

6. Fächer und Organisation – Viele Fächer und Taschen am Rucksack zu haben, ist wirklich Geschmackssache. Der Rucksack sollte mindestens in 3 Abteilungen aufgeteilt sein (Kopf-, Mitte-,  Fußbereich) und zudem kleinere Taschen an den Seiten haben. Auf jeden Fall sollte die Last ergonomisch gut verteilt sein – unten mehr, oben weniger.
Rucksack vorne öffnenAuch ist es echt praktisch wenn der Backpack sich von Vorne öffnen lässt und nicht nur von oben (siehe Bild links).

Viele Backpacker nutzen aber auch Ziplock Tüten um ihr Hab und gut zu unterteilen. Das macht auch Sinn, denn 1. Schützt dies vor Nässe und 2. Kann man sie leicht herausnehmen.
Neuere Rücksäcke haben auch einen kleinen Tagesrucksack vorne mit dran, der sich via einem Reißverschluss an und abnehmen lässt.

7. Zusätze – wie Gurte und Schlaufen – Auch wenn das nicht wichtig erscheinen mag, Gurte und Schlaufen sind sehr wichtig! Durch diese kannst du Sachen wie eine Isomatte, Schuhe, Schlafsack usw. außen an den Rucksack anbringen, falls diese nicht mehr hinein passen. Auch helfen Gurte dir, den Rucksack aufzuspannen und am Körper zu halten – das erhöht den Tragekomfort.

Und die letzte Frage auf die ich hier eingehen möchte ist:

Was soll ein Backpack kosten?

Ein guter Backpack muss nicht viel kosten. Bis zu 160 € würde ich max. für einen guten Backpack ausgeben. Und es muss auch, ehrlich gesagt, nicht immer Deuter sein! Denn damit outen wir Deutschen uns in jedem Land: „Ahhh, die kommt aus Deutschland, die hat ’nen Deuter Rucksack!“ Aber das mal nur am Rande und nicht ganz ernst gemeint ;). Deuter ist eine gute Marke aber eben auch teuer. Und auch No-Name Rucksäcke können sehr gut sein. Ich selber habe einen Backpack einer unbekannte Marke und dieser hält mittlerweile schon 5 Jahre ohne große Probleme!
Ich würde dir also empfehlen, dass du im stationären Shop ein paar Rucksäcke ausprobierst und dann im Internet nach einem guten Preis für deinen Rucksack suchst.

Hast du weitere Fragen zum Thema Backpack und wie dieser ausgestattet werden sollte, dann schreib mir einfach hier in den Kommentaren! Natürlich freue ich mich auch über Anregungen, Feedback und konstruktive Kritik! 🙂

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